STEINMONTAGE
BRACHTE 33 PFÜNDER
von Andre Spänle
An einem schönen Sommertag gingen
mein Vater und ich an den Waldsee zum Angeln. Am späten Abend
biss der erste Karpfen mit 18 Pfund an. Weil der Fisch durch
eine andere Schnur geschwommen ist, hat er diese natürlich
abgerissen. Nachdem der Drill beendet und der Karpfen versorgt
war, machte ich mich daran, die Angel wieder zu richten. Doch
ich fand kein Karpfenblei mehr. Aber so wie man sagt, Not
macht erfinderisch, so fiel mir eine super Idee ein. Ich nahm
ein Stück geflochtene 35er Schnur und umwickelte einen ca.
250 g schweren Stein damit, machte eine Schlaufe und fädelte
sie anstelle des Karpfenbleies ein.

Nun machte ich einen Erdnussboilie
an das Vorfach und warf aus.
Etwa eine Stunde später hatte ich wieder einen Biss. Ich sprang
zur Angel und setzte einen leichten Anhieb. Erst während des
spannenden Drills fiel mir wieder ein, dass das ja die „Steinmontage“
war.

Endlich war der Karpfen gelandet.
Am nächsten Morgen wogen wir den Fisch und er brachte 33 Pfund
auf die Waage. Mein Papa machte schöne Bilder und dann ließen
wir den Fisch wieder schwimmen.

Also, die Moral der Geschichte
ist, dass man nie aufgeben soll und dass nicht nur hyper komplizierte
und überteuerte Geräte Fische fangen können - sondern das
nur der Wille zählt. (Anmerkung des Webmasters).

|